22.01.2008
Die Zeit ist Reif für eine bessere Bildungspolitik
Am 27. Januar stehen Landtagswahlen in Hessen an,
das ist die Chance, um 9 Jahre falscher Schulpolitik vergessen
zu machen, eine Schulpolitik gegen Kinder, Eltern und nicht
zuletzt gegen Lehrer.
Die Zeit ist Reif für eine gerechtere und bessere Bildung
in Hessen!
Da helfen Herrn Ministerpräsident Koch und Gestalten
wie Kultusministerin Karin Wolff auch keine Nachbesserungen
an der Unterrichtsgarantie Plus, um Sympathiepunkte bei
der Wählerschaft zu sammeln. Unterricht muss von voll
ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden!
Das achtjährige Gymnasium, auch G8 oder Turbo-Abi genannt,
überfordert viele Kinder und Eltern, daher wird bei
einem Wahlsieg der SPD mit ihrer Ministerpräsidentschaftskandidatin
Andrea Ypsilanti, dieses pädagogisch unsinnige Turbo-Abi
wieder abgeschafft. Kinder sollen ihr Kindsein genießen
können und nicht wegen zu viel Lernstoffs und Unterricht
auf ihre Freizeit verzichten müssen.
Wo soll denn die Zeit herkommen für freiwillige AG’s
in der Schule oder für den Sport, der gerade heutzutage
ein idealer und gesunder Ausgleich für das Schulleben
ist? Was ist mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, oder schließlich
Zeit, die man mit seinen Freunden verbringen will? Wie ist
all das möglich, wenn man bis spät Nachmittags
an den Hausaufgaben sitzt, am lernen ist und dann möglicherweise
noch Nachhilfe bekommt? Die Schule greift so massiv in den
Tagesablauf eines jeden Schülers ein.
Nach dem Willen der CDU-Regierung erwartet den Schüler
ein strafferer Stundenplan, mehr Schulstunden und ein immer
größer wachsender Hausaufgabenberg. Ein Eingehen
auf die Einzelbedürfnisse der Schüler wird somit
unmöglich. Die Motivation sinkt und das Stresslimit
steigt.
Das SPD-Konzept der Ganztagsschulen mit Hausaufgabenbetreuung
und Arbeitsgemeinschaften soll den Schülern den Spaß
an der Schule zurückbringen. Diese können ihre
Hausaufgaben in der Hausaufgabenbetreuung erledigen und
in freiwilligen AG’s Freundschaften mit Mitschülern
festigen und soziale Kontakte knüpfen. – Was
natürlich die Familien mit Schulkindern ein Stück
weit entlastet und den Familienzusammenhalt fördert.
Ein weiterer Schritt zur Entlastung der Familien ist die
schrittweise Erlassung der Kindergartengebühren.
Einen Satz von Kurt Beck möchte ich aus seinem Gruß
zum Jahresende, den ich sehr gelungen finde, zitieren: „Wir
können im globalen Wettbewerb niemals durch niedrige
Löhne sondern nur durch Spitzenleistungen und Zuverlässigkeit
bestehen. Wer Wohlstand für alle will, muss Bildungschancen
für alle erhöhen.“
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