29.11.2010
Dreieicher CDU wird nervös
Mit Erstaunen nehmen die Dreieicher Jusos zur Kenntnis,
dass die örtliche CDU in Person des Fraktionsvorsitzenden
Claus Thonabauer, der SPD und insbesondere dem amtierenden
sozialdemokratischen Bürgermeister Dieter Zimmer die
Schuld an der schlechten finanziellen Situation der Stadt
gibt.
Würde man ernsthaft über das Schuldenproblem der
Kommunen am Beispiel der Stadt Dreieich diskutieren, würden
den Verantwortlichen Leuten bei der CDU zwei Problemherde
einfallen, für die der aktuelle Bürgermeister
keine Schuld trägt.
Zum einen verschweigt die örtliche CDU, dass sie die
Ursache der strukturellen Defizite in der Kommune ist. Dreieich
wurde in den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre
durch eine kurzfristige und wenig erfolgreiche Politik unter
Verantwortung der CDU an die Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit
geführt. Insbesondere die im Vergleich zu den Nachbarkommunen
mäßigen Erfolge in der Ansiedlung von Firmen
und einer daraus resultierenden niedrigen Gewerbesteuer
ist einer der Hauptgründe für die strukturell
schlechte Finanzausstattung Dreieichs. Dieser strukturelle
Nachteil kam Dreieich im Zuge der Subprimekrise (Immobilienkrise
in den USA) und dem daraus folgenden Einbrechen der deutschen
Wirtschaft und der Gewerbesteuereinnahmen in den Kommunen
teuer zu stehen.
Zum anderen sorgt eine kommunalfeindliche Politik des Bundes
und des Landes, beides in Form einer schwarz-gelben Regierung,
für schlechte Kommunalfinanzen. Als Beispiel sei hier
nur erwähnt, dass Dreieich aufgrund einer gebrochenen
Zusage der Landesregierung auf den Kosten zum notwendigen
und begrüßenswerten Ausbau der Kinderbetreuung
sitzen bleibt.
Offensichtlich bekommen die Funktionäre vor der Kommunalwahl
Angst, dass die oben ausgezählten Versäumnisse
und Fehler ihrer Politik am 27.3.2011 von den Wählern
bestraft werden. Es hat sich gezeigt, dass Dreieich auch
ohne Dominanz der CDU sehr gut regiert werden kann und Dieter
Zimmer als Bürgermeister einen guten Job macht.
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