18.02.2012
Kommunaler Schutzschirm ist ein
kläglicher Versuch,
die vergangenen Fehler der Landesregierung auszubügeln
Die Jusos in Dreieich kritisieren das Regierungshandeln
der schwarz-gelben Koalition in Wiesbaden massiv. Mit dem
sich in Planung befindenden Kommunalen Rettungsschirm versucht
die schwarz-gelbe Landesregierung darüber hinwegzutäuschen,
dass selbige eine große Mitschuld an der systematischen
Unterfinanzierung der hessischen Kommunen trägt. Diese
Mitschuld sollte in den Augen der örtlichen Jusos auch
der CDU-Landtagsabgeordnete Hartmut Honka eingestehen, bevor
er mit falschen Fakten den Dreieicher Bürgermeister
Dieter Zimmer über den kommunalen Rettungsschirm belehren
möchte.
Der Rettungsschirm soll nach Vorstellung der Landesregierung
finanzschwache Kommunen bei der Rückzahlung ihrer Altschulden
unter die Arme greifen. Das ist wichtig und richtig! Allerdings
wird bei dieser Betrachtungsweise vergessen, dass die Kommunen
für die Bewältigung ihrer laufenden Ausgaben unterfinanziert
sind. Diese Unterfinanzierung wurde dadurch verstärkt,
dass die CDU-geführte Landesregierung den kommunalen
Finanzausgleich um 350 Million Euro pro Jahr gekürzt
hat. Außerdem wurde im letzten Jahr die Kompensationsumlage
durch die Landesregierung beschlossen, die Dreieich ebenfalls
belastet. Die Kommunen sind durch diese Kürzungen dazu
genötigt, soziale Leistungen abzubauen, um das durch
die Schuldenbremse vorgegebene Ziel eines ausgeglichenen
Haushalts bis 2020 zu erreichen. Der von schwarz-gelb installierte
Kommunale Rettungsschirm leistet dafür keineswegs Abhilfe.
Daher fordern die Jusos die CDU auf, ehrlich über die
kommunale Finanzlage zu berichten. Es reicht nicht aus,
allein die Altschulden abzutragen. Die Kommunen brauchen
genügend Einnahmen, um das notwendige Soziale Netz
ohne Schulden finanzieren zu können und somit die Idee
des „Vorsorgenden Sozialstaates“ in der Gemeinde
umzusetzen.
„In den Augen der Jusos werden Kommunen wie Dreieich
verhöhnt, die unter gewaltiger Kraftanstrengung schmerzhafte
Kürzungen durchsetzen müssen, wenn die Landesregierung
zeitgleich die Finanzbasis der Kommunen von oben beschneidet,
so geschehen bei dem kommunalen Finanzausgleich und der
Kompensationsumlage“, hält Jan Eric Filipczak,
Pressesprecher der Dreieicher Jusos, abschließend
fest.
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